Skip to main content

Antwort

Wann sind Musikverlage und der Großhandel mit Noten und Verlagsartikeln antragsberechtigt?

Die Tätigkeit eines Musikverlags beinhaltet den Erwerb und die Auswertung von Rechten an musikalischen Werken. Musikverlage erhalten Einkünfte aus dem grafischen Recht (Hauptrecht) und der Lizenzierung von weiteren Werknutzungen (Nebenrechte).

Musikverleger suchen nach neuen Autoren und nehmen sie unter Vertrag. Ziel musikvertraglicher Aktivitäten ist es, die Musikwerke in Form von Noten herzustellen bzw. die Komposition bei Musiknutzern zu platzieren und zu lizenzieren.

In Deutschland wird oft zwischen notendruckenden (E-Musikverlagen) und Unterhaltungs-Musikverlagen (U-Musikverlagen) unterschieden, wobei die Übergänge fließend sind. Heutzutage ist allgemein die Definition gebräuchlich, dass es für einen Musikverleger typisch ist, die Auswertung musikalischer Werke zu fördern oder anzubahnen, sei es durch den Vertrieb und Druck von Noten und/oder durch den Einsatz für die Nebenrechtsverwertung.

Musikverleger haben eine Schlüsselfunktion in Bezug auf den Abdruck und die weitere kommerzielle Auswertung der kompositorischen Werke, das Inkasso der Lizenzen für derartige Rechte (von den Verwertungsgesellschaften und den Rechtenutzern) und die Abrechnung der Lizenzerträge an die Autoren.

Im Rahmen dieses Förderprogramms ist der innere, vor allem logistische Bezug zum stationären Musikfachhandel für die Förderfähigkeit eines Musikverlags ausschlaggebend. Deswegen sind nur solche Musikverlage antragsberechtigt, deren Gesamtumsatz sich zu mindestens 50 % aus der Herstellung, dem Vertrieb und dem Verkauf von Noten (Papiergeschäft) zusammensetzt.

Noten-Großhandel im funktionellen Sinne liegt vor, wenn Marktteilnehmer Noten und Musikverlagsartikel, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren), von Musikverlagen oder anderen Lieferanten beschaffen und an Wiederverkäufer, Weiterverarbeiter, gewerbliche Verwender (bspw. Notenfachhandel, Musikfachhandel, Buchhandel) jedoch nicht, oder jedenfalls nicht primär, an Privathaushalte, absetzen. In der Regel fungiert der Noten-Großhandel auch als Verlagsauslieferer sowie als Dienstleister für digitale Services, Online-Shoplösungen für den Fachhandel und Bestellsysteme.

Voraussetzung für eine Antragsberechtigung ist, dass der Gesamtumsatz eines Groß-Handels sich zu mindestens 50 % aus der Herstellung, dem Vertrieb und dem Verkauf von Noten (Papiergeschäft) zusammensetzt.

Alle Fragen & Antworten