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Antwort

Was ist ein Meisterbetrieb im Bereich des Musikinstrumentenbaus?

Ein Meisterbetrieb im Bereich des Musikinstrumentenbaus ist ein Betrieb / eine Werkstatt einer Handwerksmeisterin, eines Handwerksmeisters mit den Schwerpunkten: Orgel- und Harmoniumbauer*in, Klavier- und Cembalobauer*in, Geigenbauer*in, Bogenmacher*in, Zupfinstrumentenmacher*in, Handzuginstrumentenmacher*in, Holz- oder Metallblasinstrumentenmacher*in. Der/die Handwerksmeister*in ist der höchste klassische Berufsabschluss im Handwerk einschließlich des Kunsthandwerks und verfügt über eine jahrhundertelange Tradition. Handwerksmeister*innen sind zur selbständigen Führung eines Handwerksbetriebs und zur Ausbildung von Lehrlingen berechtigt.

Der/die Musikinstrumentenbauer*in fertigt, repariert und restauriert Musikinstrumente seiner/ihrer Fachrichtung.

Instrumentenneubau

Hochwertige Musikinstrumente für professionelle Musiker*innen werden vom Musikinstrumentenbauer in der Regel in allen Details in individueller Einzelfertigung von Grund auf selbst gebaut. Jedes dieser Instrumente zeichnet sich durch die persönliche Prägung des Erbauers aus, der ihm eine stilistisch wie auch klanglich individuelle Note verleiht.

Reparatur

Ist ein Musikinstrument durch Abnutzung oder einen Unfall schadhaft geworden, wird unter Anwendung ausgeklügelter Methoden versucht, die Schäden möglichst nachhaltig zu reparieren und die Spielbarkeit wieder optimal einzurichten. Dem klanglichen Aspekt wird bei einer Reparatur große Aufmerksamkeit gewidmet.

Restauration

Während man in der Reparatur mit modernen Methoden versucht, die Spielbarkeit und Klangfülle eines schadhaft gewordenen Musikinstruments wieder optimal herzustellen, ist Ziel bei einer Restauration, mithilfe traditioneller Handwerkstechniken und den zur Zeit der Instrumentenherstellung gebräuchlichen Materialien den Urzustand wiederherzustellen.

Antragsberechtigt sind Musikinstrumentenbaumeister*innen, die

  1. bei den zuständigen Handwerkskammern in die Handwerksrolle oder in das Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke oder handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden können, eingetragen sind. Der Nachweis muss über eine entsprechende Bestätigung der Handwerkskammer unter Inanspruchnahme der Handwerkskarte (§ 10 Abs. 2 Satz 1 HwO) bzw. der Gewerbekarte erfolgen, bei der der jeweilige Betrieb registriert ist.

    Zu erbringen ist darüber hinaus und entscheidend
     
  2. der Nachweis über die im Betrieb vorhandene besondere handwerkliche Qualifikation durch Vorlage eines Meisterprüfungszeugnisses. Die Meisterin, der Meister kann alleine in ihrer/seiner Meisterwerkstatt oder in ihrem/seinem Betrieb tätig sein oder auch als Meisterin/Meister in einem Angestelltenverhältnis stehen. Ein/e Musikinstrumentenbaumeister*in kann folglich in einem Unternehmen lediglich angestellt sein und muss nicht zwingend mit dem/der Antragsteller*in identisch, Vertretungsberechtige*r oder Inhaber*in des antragstellenden Unternehmens sein.
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